Film Still aus - Operation Afrika. Die Jagd nach den Rohstoffen der Zukunft


Operation Afrika. Die Jagd nach den Rohstoffen der Zukunft

DE 2024
Regie: Johannes Meier, Philipp Sandner und Jan-Philipp Scholz
52 Min.

Die Energiewende – die wir für die Eindämmung des Klimawandels dringend benötigen – ist untrennbar mit einer neuen Jagd nach Rohstoffen verbunden. Kupfer, Kobalt, Lithium, Koltan, Indium, Tellur, Germanium, Gallium, Platin und Seltene Erden bilden die Basis moderner Energietechnologien. Der Dokumentarfilm „Operation Afrika“ zeigt, wie dieser Wettlauf um den Rohstoffzugang in Afrika bestehende Ausbeutungsverhältnisse fortschreibt und Kolonialismus in neuem Gewand hervorbringt. Dieser Wettbewerb findet oft in Ländern des globalen Südens statt – nicht selten in Konfliktregionen, wo die Not am größten ist. Der Film begleitet die globale Suche nach kritischen Rohstoffen in Afrika und beleuchtet geopolitische und wirtschaftliche Dynamiken sowie die enormen sozialen und ökologischen Folgen des Rohstoffabbaus anhand von drei Fallbeispielen: dem Kobaltabbau in Kleinminen in der Demokratischen Republik Kongo, einem Projekt für grünen Wasserstoff in Namibia, und dem an Erdöl reichen Niger-Delta in Nigeria, das auch Europa im Zuge der Energiewende weiterhin mit Erdgas versorgt.
Im anschließenden Gespräch mit den Filmschaffenden und Expert*innen beleuchten wir Anspruch und Wirklichkeit der globalen Energiewende, die Herausforderungen im Wettlauf um Rohstoffversorgung, Ambivalenzen und Dilemmata des Extraktivismus sowie physische und ethischen Kosten des Rohstoffabbaus. Wir stellen uns der Frage, welche Weichen gestellt werden könnten, um die bisherige inkohärente und oft fehlende Regulierung des Extraktivismus durch besser funktionierende und gleichberechtigtere Mechanismen zu ersetzen.
Der Eintritt ist frei.

Eine Veranstaltung des Just Transition Center (JTC) der Martin-Luther-Universität.

Für diesen Film sind zur Zeit keine Vorführungen geplant.