Film Still aus - Seestück
Szenenbild aus dem Film: Seestück © Edition Salzgeber
Film Still aus - Seestück
Szenenbild aus dem Film: Seestück © Edition Salzgeber
Film Still aus - Seestück
Szenenbild aus dem Film: Seestück © Edition Salzgeber
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Trailer zum Film: Seestück © Edition Salzgeber

Seestück

Deutschland 2018
Regie: Volker Koepp
Buch:
135 Min.

Am Anfang zeigt eine lange Einstellung die Ostsee. Es folgt ein Nachthimmel mit Wolken, die romantisch am Mond vorbeiziehen. Im Hintergrund trötet ein Kreuzfahrtschiff, das sich in der dritten Einstellung in voller Länge durchs Bild schiebt. Und schon hat Volker Koepp, dessen Handschrift bereits den Eröffnungsbildern zu entnehmen ist, den Rahmen seines neuen Dokumentarfilms abgesteckt. Es geht um das Meer, die Natur, die meist destruktive Rolle der Menschen darin. 2016 thematisierte Koepp in „Landstück“ die moderne Landwirtschaft in Nordostdeutschland. In „Seestück“ betrachtet er das Land nun vom Wasser aus. Das Thema des Vorgängers klingt nach, wenn etwa ein alter Fischer aus Albeck die schwindenden Fischbestände mit der „vielen Chemie“ im Wasser in Zusammenhang bringt – und dem Plastik, das in den Weltmeeren treibt. Später erklärt ein Ökologe, dass die Auswirkungen von Verunreinigungen aus der Pharmaindustrie auf das Meer bislang weitgehend unerforscht sind: Niemand weiß, wie Antidepressiva auf Fische wirken. Ein Kapitän der Küstenwache kritisiert den zunehmenden Schifffahrtsverkehr mit Gefahrengut wie Flüssiggas und die laxe Handhabung der Sicherheitsvorschriften. Und ein russischer Professor attestiert der Ostsee einen „eigenen Geist“. Die See habe seinen kranken Sohn gerettet, dem Ärzte ein kurzes Leben beschieden. In einer Hütte auf der Kurischen Nehrung habe das Kleinkind Kraft gefunden. Mit Hilfe der Ostsee – und der Kuh einer alten Dame aus dem Dorf nebenan.

Spielzeiten:

Oktober

So 14.   15:45 Uhr Di 23.   16:00 Uhr

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